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Telefon: 02643 | 2008
E-Mail: info@ortsgemeindedernau.de

Aktuelle Bürgerinformation unter https://www.dernau.de/events/buergerinfos/

Informationen und aktueller Stand der Wiederaufbaumaßnahmen für Dernau. Die Zukunft Mittelahr AöR, die Wiederaufbau- und Projektentwicklungsgesellschaft der Ortsgemeinden Dernau, Rech und Mayschoß, informiert über den Stand des Wiederaufbaus in Dernau

https://zukunft-mittelahr.de/wiederaufbau/dernau/

Spatenstich der Weinbaubrücke! „Heute ist ein guter Tag für Dernau“ so Bürgermeister Alfred Sebastian“ Minister Ebling nannte den Brückenbau ein „Zukunftweisendes Projekt“, das mit 4,4 Millionen€ aus dem Sondervermögen Aufbauhilfe von Bund und Land gefördert wird.

Ergebnis der Gemeinderatssitzung vom 14.5.2024 mit Beratung des Haushaltes 2024

Wiederaufbau in Dernau: Ein Blick auf drei Projekte 20.3.2024

Konzept Sportplatz Neubau /Auf dem Schild/Oberhalb der Bachstraße

Die Sportanlage in Dernau befand sich unweit der Ahr und war mit einem Kunstrasen, drei Tennisplätzen, einer 110m-Laufbahn, weiteren Leichtathletikeinrichtungen und Aufenthaltsmöglichkeiten ausgestattet. Die Anlage war der zentrale Ort des ansässigen Sportvereins SV Blau-Gelb Dernau. Die Sporteinrichtungen sind völlig zerstört. Das Sportheim der Anlage wurde zwar nicht zerstört, aber bis auf den Kern beschädigt.

Ein Wiederaufbau an gleicher Stelle wurde von der Ortsgemeinde abgelehnt, da die Gefahr einer erneuten Zerstörung zu hoch ist.
Eine Erhöhung des Geländes wurde nicht gestattet und auch die Wiedererrichtung von Zäunen abgelehnt. Zwar wurde eine Förderung der Wiedererrichtung der Anlage mit Auflagen in Aussicht gestellt, aber bei einer erneuten Beschädigung würde keine Leistungen seitens der öffentlichen Hand mehr möglich sein. Als Kompromiss und zur Unterstützung der Kinder und Jugendlichen wurde an gleicher Stelle ein Kleinspielfeld errichtet, welches zumindest den Kleinsten eine Möglichkeit des sportlichen Ausgleichs geben soll.

Nachdem die Planung einer interkommunalen Sportanlage gemeinsam mit den Ortsgemeinden Mayschoß und Rech aufgrund fehlender Förderungsgrundlagen eingestampft werden musste, laufen nun die Planungen für die Errichtung einer neuen kommunalen Sportanlage mit umlaufender Bahn (Typ C) sowie Sportheim und Parkplatz am Standort „Auf dem Schild“ (oberhalb von Dernau).

Die städtebaulichen, naturschutzrechtlichen sowie finanziellen Voraussetzungen befinden sich in der Prüfung. Die Landschaftspflegerische Begleitplanung hat bereits begonnen. Aktuell laufen zudem Abstimmungen mit den Versorgern hinsichtlich der Erschließung sowie mit der Gemeinde Grafschaft über den Verlauf der Gemarkungsgrenzen. Die Ausschreibungen für die konkrete Planung sind zurzeit in Vorbereitung.

Spielplatz Hardtbergstraße:


Der Spielplatz in der Hardtbergstraße war einer der beiden Spielplätze in der Ortsgemeinde Dernau. Er wurde im Jahr 2015 mit großem Engagement einiger Dernauer Bürgerinnen und Bürger errichtet und diente seither als beliebter Treffpunkt für Kinder und Eltern. Während der Flutnacht wurde der Platz überflutet und vollständig zerstört.Der Wiederaufbau des Spielplatzes ist geplant und wird gleichzeitig erweitert. Der Förderantrag wurde im September 2023 eingereicht und bewilligt. Die Entwurfspläne wurden im Februar 2024 vom Dernauer Gemeinderat genehmigt. Der Bauantrag wurde eingereicht und die Bauleistung ausgeschrieben. Der Beginn der Baumaßnahme ist voraussichtlich im Mai/Juni 2024 geplant, und die Fertigstellung des Spielplatzes ist für den Spätsommer 2024 geplant.


Tennisplätze:


Die Sportanlage in Dernau umfasste neben einem Fußballplatz und einer 100m-Laufbahn mit Sportheim auch drei Tennisplätze sowie ein Kleingebäude. Wie die gesamte Sportanlage wurden auch die Tennisplätze vollständig überflutet und zerstört.

Die Tennisplätze werden neu ausgerichtet und an alter Stelle wiedererrichtet, um hochwasserangepasst zu sein. Die Entwurfsplanung wurde im Oktober 2023 abgeschlossen, und Bau- und Förderantrag wurden im November 2023 eingereicht. Die Bauausführung wurde im März 2024 ausgeschrieben. Auch das Tennisplatzgebäude soll wiederaufgebaut werden, wobei der Förderantrag eingereicht wurde und die Architektenausschreibung in Vorbereitung ist. Der Bau des Gebäudes kann jedoch erst nach Fertigstellung des nebenliegenden Multifunktionsfeldes beginnen.


WIEDERAUFBAU IN DERNAU – EIN BLICK AUF DREI PROJEKTE

WEINBAUBRÜCKE

Die Weinbaubrücke fungierte vor der Flut als Hauptverbindung zwischen den beiden Dernauer Ahrseiten. Darüber hinaus führte sie zum Sportplatz und auf den Krausberg und somit zu beliebten Freizeiteinrichtungen. Die Brücke konnte den Wassermassen nicht standhalten und wurde in der Flutnacht zerstört.Die Weinbaubrücke wird an gleicher Stelle in hochwasserresilienter Bauweise wiedererrichtet. Eine Höherlegung ist aufgrund der daneben verlaufenden Bahntrasse nicht möglich, sodass die Planung vorsieht, die neue Brücke überströmbar zu gestalten und entsprechend tief zu gründen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der oberen Wasserbehörde, der SGD Nord. Nach der Vergabe der Planungsleistungen im Februar 2023, wurden im Anschluss Vermessungen sowie hydraulische Berechnungen durchgeführt. Da sich der Standort in direkter Nähe zur Bundestraße, zum Radweg sowie zur Bahntrasse befindet, waren zudem Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Mobilität und der Deutschen Bahn notwendig. Im Dezember 2023 konnte der Bauauftrag schließlich an die Firma Leonhard Weiss vergeben werden. Im Januar 2024 wurde bereits die Kampfmittel- und Tiefengrundsondierung abgeschlossen. Aktuell läuft die Ausarbeitung der Ausführungsplanung und Statik. Der Baubeginn wird im Mai 2024 erfolgen. Hierbei werden zunächst Bohrgründungen durchgeführt, bevor im nächsten Schritt die alten Wiederlager zurückgebaut werden. In der aktuellen Planung ist die Fertigstellung der gesamten Maßnahme für das 1. Quartal 2025 vorgesehen.

KINDERGARTEN

Der Kindergarten in Dernau, der Platz für insgesamt drei KiTa-Gruppen bot, wurde in der Flutnacht so schwer beschädigt, dass er abgerissen werden musste. Ein Neubau befindet sich in Planung. Darüber hinaus wurde in der Zwischenzeit eine temporäre Anlage in Marienthal errichtet, die im August 2022 ihren Betrieb aufnahm. Dort können bis zur Fertigstellung des Neubaus alle Dernauer KiTa-Kinder untergebracht werden.Für den Neubau im Dernauer Pfarrgarten gab es bereits im Oktober/November 2021 die ersten Planungsabstimmungen und Beauftragungen. Durch die notwendige Bebauungsplanänderung sowie der Abstimmung mit den betreffenden Behörden und dem Betreiber verzögerte sich das Projekt. Der Bauantrag wurde im März 2023 eingereicht. Die darauffolgenden Planungsleistungen wurden zum Teil europaweit ausgeschrieben und befinden sich derzeit in Vergabe. Insgesamt waren hierbei 14 Einzelausschreibungen nötig. Das Baugenehmigungsverfahren läuft parallel dazu. Hierbei ist noch die Prüfung des Brandschutzkonzeptes seitens der Kreisverwaltung Ahrweiler ausstehend. Mit dem Baubeginn kann nach derzeitigem Stand Ende 2024 gerechnet werden.

SPORTPLATZ

Die Sportanlage in Dernau befand sich unweit der Ahr und war mit einem Kunstrasen, drei Tennisplätzen, einer 110m-Laufbahn, weiteren Leichtathletikeinrichtungen und Aufenthaltsmöglichkeiten ausgestattet. Die Anlage war der zentrale Ort des ansässigen Sportvereins SV Blau-Gelb Dernau. Die Sporteinrichtungen wurden in der Flutnacht vollständig zerstört. Das Sportheim der Anlage wurde zwar nicht zerstört, aber bis auf den Kern beschädigt.

Da eine Höherlegung des Geländes nicht gestattet wurde und die Gefahr einer erneuten Zerstörung bei künftigen Starkregenereignissen zu hoch ist, entschied sich die Ortsgemeinde dazu, die Sportanlage an anderer Stelle wiederaufzubauen. Hierbei war zunächst die Planung einer interkommunalen Sportanlage gemeinsam mit den Ortsgemeinden Mayschoß und Rech vorgesehen. Dieses Vorhaben musste jedoch aufgrund fehlender Förderungsgrundlagen ad acta gelegt werden, sodass nun die Planungen für die Errichtung einer neuen kommunalen Sportanlage mit umlaufender Bahn sowie Sportheim und Parkplatz am Standort „Auf dem Schild“, oberhalb von Dernau, vorangetrieben werden. Die städtebaulichen, naturschutzrechtlichen sowie finanziellen Voraussetzungen befinden sich aktuell in der Prüfung. Die Landschaftspflegerische Begleitplanung hat bereits begonnen. Aktuell laufen zudem Abstimmungen mit den Versorgern hinsichtlich der Erschließung sowie mit der Gemeinde Grafschaft über den Verlauf der Gemarkungsgrenzen. Die Ausschreibungen für die konkrete Planung sind zurzeit in Vorbereitung.

„Wir konnten in der Zwischenzeit am ehemaligen Standort des Sportplatzes ein Kleinspielfeld errichten, welches vor allem den Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit zum sportlichen Ausgleich geben soll. Darüber hinaus befindet sich ein Multifunktionsspielfeld in der finalen Planung, das weitere sportliche Betätigungsmöglichkeiten bieten wird. Mittelfristig sollen zudem eine Boulebahn und ein Outdoor-Fitnesspark errichtet werden, sodass die Anlage künftig als wohnortnahe Freizeiteinrichtung von Jung und Alt genutzt werden kann“, so Alfred Sebastian, Ortsbürgermeister von Dernau.

Bürgerbrief Nahwärmenetz Dernau Nachhaltig heizen
Kann die Energiewende gelingen? In Dernau ja, davon bin ich alsBürgermeister
überzeugt.

Der Gemeinderat wird in einer Sondersitzung am 18.03.2024
beschließen: Der Bau des Wärmenetzes in Dernau startet – eine
nachhaltige und zukunftsträchtige Wärmeversorgung wird unseren Ort
bereichern. Die Zukunft in Dernau hat begonnen!
WÄRME DURCH ERNEUERBARE ENERGIE
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
endlich steht fest, nach fast 2 Jahren intensiver Projektentwicklung und
das Erreichen einer Mindestzahl von Anschlussnehmern: Das
Wärmenetz kann gebaut werden. Viele Bürgerinnen und Bürger sind
bereits bei diesem wegweisenden und klimaangepassten Projekt mit im
Boot. Natürlich gibt es keinen Einstiegszwang, aber allen muss klar sein:
Wer später einsteigt, für den wird es teurer. Nicht nur die aktuellen
staatlichen Förderungen (bis zu 70 % vom Staat bzw. über die ISB bis
80%) werden zukünftig sinken, auch die Anschlusskosten werden
steigen. Derzeit sind wir mit unseren verbindlichen Angeboten günstiger
als die überregionalen Versorger. Damit die Preise nicht fremdbestimmt
und verlässlich bezahlbar bleiben, werden wir das Wärmenetz durch die
gemeindeeigene „Energie GmbH Dernau“ selbst bauen und betreiben.
Das Netz bleibt also vollständig in Bürgerhand.
NUTZEN SIE JETZT DIE CHANCE! Sind auch Sie Teil der
Energiewende vor Ort – machen Sie mit und sind von Anfang an mit
dabei. Informieren Sie sich über die aktuell attraktiven
Fördermöglichkeiten und die Frage, ist der Anschluss an das Wärmenetz
auch für mich interessant.
Michael Book (Tel. 0162 7800970 oder email michael.book@zukunft-
mittelahr.de ) steht gerne für Gespräche und Beratung zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.
Ihr Alfred Sebastian, Ortsbürgermeister

Seit Monaten plant die Gemeinde Dernau an der Ahr ein Projekt, um klimafreundlicher zu heizen. Jetzt ist klar:

Das kommunale Nahwärmenetz kann kommen.

Bisher hätten rund 230 Haushalte zugesichert, sich an dem Projekt zu beteiligen, so Ortsbürgermeister Alfred Sebastian (parteilos) im Gespräch mit dem SWR. Somit kann in Zukunft etwa die Hälfte des Ortes mit warmem Wasser aus dem Nahwärmekraftwerk versorgt werden. Der Ortsbürgermeister rechnet aber damit, dass sich auch später noch mehr Haushalte dem Projekt anschließen werden: „Ich bin überzeugt, dass es etwa 250 Häuser werden.“

Wasser für Nahwärmenetz wird zentral erhitzt

Das Prinzip dahinter ist simpel: In einem Industriegebiet am Ortsrand soll ein Kraftwerk gebaut werden. Hier wird Wasser mit Holzhackschnitzel, vorzugsweise aus der Region, erhitzt. Im Sommer soll das Kraftwerk alleine mit Solarenergie laufen. Das erhitzte Wasser wird dann über ein Leitungsnetz in die angeschlossenen Häuser geleitet. Die Winzergenossenschaft soll so künftig beheizt werden, außerdem auch Hotels und Privathäuser im Ort.

Erneuerbare Energien im Ahrtal

Wer sein Haus an dem Nahwärmenetz anschließt, muss künftig keine Kosten für eine Heizungswartung zahlen, außerdem brauche man keinen Heizungsraum mehr, so Ortsbürgermeister Sebastian. Die Kosten seien deshalb etwa mit denen einer herkömmlichen Heizung zu vergleichen.

Gemeinde ist von Tür zu Tür gezogen, um Anwohner zu überzeugen

Und dennoch war es nicht einfach, genug Menschen von dem kommunalen Wärmenetz zu überzeugen. Zweieinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe haben einige Hauseigentümer bereits eine neue Heizung gekauft. Andere konnten ihre alte Heizung reparieren. Deshalb sind Sebastian und das Team der Ortsgemeinde in den vergangenen Tagen von Haus zu Haus gezogen, um die Eigentümer zu überzeugen.

Wenn wir das nicht schaffen, wer will das sonst schaffen?

Alfred Sebastian, Ortsbürgermeister von Dernau

Ein Vorteil von Dernau ist, dass ohnehin fast alle Heizungen durch die Flutkatastrophe zerstört waren. „Wenn wir das nicht schaffen, wer will das sonst schaffen?“, so Ortsbürgermeister Sebastian. Ohne die Flut hätten so viele Menschen nicht mitgemacht, ist er sich sicher. Das Nahwärmenetz ist zudem hochwassersicher. Auch das dürfte ein Grund gewesen sein, warum sich letztlich doch so viele Haushalte daran beteiligen

Eines von mehreren Nahwärmeprojekten im Ahrtal

Das gesamte Projekt kostet etwa 18 Millionen Euro. Rund 60 Prozent werde davon gefördert, den Rest müssen Gemeinde und Anwohner zahlen. Ende 2026 soll dann über Nahwärmenetz zum ersten Mal geheizt werden. Bis dahin werden viele Anwohner wohl noch provisorische Heizungen behalten.

Das Nahwärmenetz in Dernau ist eines von mehreren Projekten im Kreis Ahrweiler, um umweltfreundlicher zu heizen. Auch die Gemeinde Mayschoß plant ein solches Netz. In Marienthal ist ein Nahwärmekraftwerk bereits in Betrieb.

Der Skiclub des SV Dernau nutzte den Wintereinbruch am vergangenen Wochenende optimal aus. Nach einer Dekade war endlich ausreichend Schnee gefallen, um den hauseigenen Skilift in Betrieb zu nehmen. Zahlreiche Mitglieder und Unterstützer des Skiclubs strömten daher am Freitagabend und Sonntag zum Skihang unterhalb des Krausbergturms in Dernau. Skibegeisterte, Snowboarder und Schlittenfahrer jeden Alters genossen die winterlichen Bedingungen. Zum Aufwärmen gab es Glühwein und Kakao. Der Skiclub Dernau zieht eine durchweg positive Bilanz dieser Aktion und hofft darauf, dass das Wetter bald die Möglichkeit bietet, die letzte Dernauer Alpin-Ski Dorfmeisterschaft von 1997 erneut auszutragen

http://Länderspiegel – Anpacken im Ahrtal – ZDFmediathek

Video vom 4.Januar 2024 „Anpacken im Ahrtal“ / ab Minute 02:23 Bericht aus Dernau mit Bürgermeister Alfred Sebastian

Gemeinderatssitzung vom 15.12.2023

RZ vom 15.11.23

Teilung hatte viele Nachteile

Fast 900 Jahre getrennt: Marienthal nun vereinigt

Seit 1137 war Marienthal geteilt. Die eine Hälfte gehörte zu Dernau, die andere zu Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nun ist der Ort vereinigt.

Marienthals westlicher Teil gehörte bisher zu Dernau, der östliche Teil zur Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit der Gründung des Marienthaler Klosters im Jahr 1137 war das so. Die Grenze bildet der unterirdische Hubach, der die Grafschaft Saffenburg vom Erzbistum Köln trennte. Künftig ist ganz Marienthal Teil der Ortsgemeinde Dernau.

RZ vom 26-10-23

Fußballplatz hochwassersicher geplant „Auf dem Schild“

https://www.zeit.de/entdecken/2023-07/flutkatastrophe-ahrtal-wiederaufbau-alfred-sebastian-dernau-danach?

Ein Artikel über die momentane Lage in Dernau 2 Jahre nach der Flutkatastrophe. Erfolge und Misserfolge beim Wiederaufbau und ein Blick auf die vielfältigen Aufgaben des rührigen Bürgermeistes Alfred Sebastian

Onlinebeitrag der Landesschau Rheinland-Pfalz: 2 Jahre nach der Flut – Stand des Wiederaufbaus im Ahrtal: Ein Dorf baut auf | Folge 14

2 Jahre nach der Flut – Stand des Wiederaufbaus im Ahrtal: Ein Dorf baut auf | Folge 14 – YouTube 

Zirkuszelt als Anlaufstelle nach der Flut

Kein Sportplatz für Dernau in Marienthal Grundstückseigentümer nicht zu Verkauf bereit

DERNAU. 22-6.23| Die Idee, einen neuen Sportplatz an der Mittelahr oberhalb des Klosters Marienthal zu errichten, scheint vom Tisch zu sein. Noch in der jüngsten Sitzung des Dernauer Gemeinderats hatte Ortsbürgermeister Alfred Sebastian (CDU) das Projekt beworben. Nun wurde deutlich, dass die Gemeinde Dernau nicht in den Besitz der entsprechenden Grundstücke kommen kann.

Die Grundstückseigentümer hätten abgelehnt. „Es gab noch nicht einmal persönliche Gespräche“, so Sebastian. Er und der SV Dernau müssen sich nun erneut auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück machen. Denn dort, wo sich der Dernauer Sportplatz befand, kann er nicht mehr aufgebaut werden. „Im Tal ist das nirgendwo mehr möglich“, so der Bürgermeister. Man benötige rund 2,5 Hektar Land. Und so kommt nun die angedachte erste Lösung auf den Höhen über Dernau an der Kreisstraße in Richtung Grafschaft wieder ins Gespräch. Die Planung hatte im Ort zunächst wenig Zustimmung erhalten.Darum suchen die Dernauer nach weiteren Alternativen. „Wenn wir eine Fläche finden, dann wünschen wir uns eine Aufbaumöglichkeit im vereinfachten Verfahren“, machte Sebastian am vergangenen Freitag gegenüber Innenminister Ebling bei dessen Besuch im Weinort deutlich, dass der Ort aktive Unterstützung aus Mainz erwarte.

Ratssitzung am 22.Mai 2023

Ratssitzung am 22.Mai 2023

Ratssitzung am 22.5.23 zum Antrag der Tennisabteilung im GA vom 31.5.23

Im Gemeinderat war die Rede davon, den Tennisplatz wieder in die Nähe der alten Stelle an der Ahr zu legen.. Fred Surges, der Vorsitzende des SV Blau-Gelb Dernau, sprach sich im Rat für diese Lösung aus. Er führte an, dass die Altersstruktur der Mitglieder der Tennisabteilung in Schieflage gerate, wenn nicht bald wieder Kinder und Jugendliche dazukämen. „In zwei oder drei Jahren könnten wir sonst die Abteilung schließen“, befürchtete er. Daher beschloss der Gemeinderat einstimmig bei drei Enthaltungen, dass die Gemeinde die Planung einer Tennisanlage an der Ahr in die Wege leiten soll. Der Fluss soll dabei jedoch so viel Retentionsraum wie nötig erhalten. Das Grundstück soll außerdem im Eigentum der Gemeinde bleiben, die Unterhaltung aber an den Sportverein gehen. Bis zum Frühjahr 2024 könne die neue Tennisanlage realisiert sein, hieß es.

Kita- Neubau in Dernau

Bei der aktuellen Sitzung des Dernauer Gemeinderates am 22.Mai 23 gab es Informationen zum Thema Wiederaufbau des Kindergartens. Wegen des Auftragsvolumens war eine europaweite Ausschreibung erforderlich geworden. Bürgermeister Alfred Sebastian verkündete, dass für die neue Kindertagesstätte statt bislang drei nun vier Gruppen geplant sind. „Das wäre eine Tagesstätte nach neuesten Standards,“ zu Sebastian weiter. Ein dreigruppiger Kindergarten, wie vor der Flutzerstörung, wäre zu 100 Prozent gefördert worden ( voraussichtlich 5,7 Millionen Euro). Der beschlossene Neubau mit vier Gruppen ist mit 6,3 Millionen Euro kalkuliert. Der Differenzbetrag von 600.000 Euro soll nun über Spenden und diverse Zuschüsse getragen werden. Der Neubau soll am bisherigen Standort erfolgen.

Das Trauma der Dernauer Flut Senioren / Wie ein Psychotherapeut Betroffenen neue Hoffnung schenkt.

Projekt der Ortsgemeinde:Haushaltsbefragung zur Versorgungssituation in Dernau

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,die Versorgungssituation in unserem Ort ist nach der Flutkatastrophe und der Schließung des Edeka-Marktes unzureichend. Wir möchten daher alle Möglichkeiten zur Wiederherstellung eines attraktiven Versorgungsangebots bei uns in Dernau prüfen lassen und haben hierzu die vom rheinland-pfälzischen Innenministerium eingesetzte Beratungsstelle M.Punkt RLP mit einer Untersuchung beauftragt. Ziel ist die Errichtung eines Dorfladens, der unter Berücksichtigung bzw. Einbindung der sonstigen örtlichen Anbieter die Nahversorgung in Dernau langfristig sicherstellt.

Zur Entwicklung eines tragfähigen Konzepts ist jetzt Ihre Meinung wichtig, damit die Angebote in einem zukünftigen Laden bestmöglich an Ihren Wünschen und Vorstellungen ausgerichtet werden können – sowohl in Bezug auf das Lebensmittel-Sortiment als auch die Ausgestaltung weiterer Zusatzangebote (z.B. noch im Ort fehlender Dienstleistungen und ergänzender Treffpunktangebote).

Wir möchten Sie daher bitten, sich 5 – 10 Minuten Zeit zu nehmen, um den beiliegenden Fragebogen bzw QR-Code auszufüllen und bis zum 06.03.2023 an den folgenden Rückgabestellen einzuwerfen. Wir versichern Ihnen, dass die Anonymität gewahrt bleibt und alle Angaben vertraulich behandelt werden:

Rückgabestellen

Briefkasten der Gemeinde an Containeranlage Gartenstr.29

oder im Briefkasten des Bürgermeistes, Im Burggarten 4//

Alternativ können Sie den Fragebogen auch direkt online über den Link dernau.m-punkt-rlp.de

http://www.dernau.m-punkt-rlp.de

oder durch Scannen des nebenstehenden QR-Codes ausfüllen.

http://www.dernau.m-punkt-rlp.de

Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Haushalte an der Befragung teilnehmen und auf diesem Weg zur Verbesserung der Versorgungssituation bei uns in Dernau beitragen.// Ich bedanke mich herzlich für Ihre Unterstützung! Alfred Sebastian// Ortsbürgermeister

Ein hölzernes Schiff mit Piratenflagge und bunte kleine Fußabdrücke auf dem notdürftig aufgebrachten Asphalt wiesen der Ministerin hoch über der Klosterruine Marienthal den Weg: Stefanie Hubig hat am Montag Schulen im Ahrtal besucht. Von einem der wohl schönsten Provisorien nach der Flutkatastrophe zeigte sich die Bildungsministerin aus Mainz ganz besonders angetan. Die Interimslösung, die man mit einer Container-Landschaft inmitten der Weinberge auf dem Gelände der Erinnerungsstätte „Lager Rebstock“ als vorläufigen Ersatz für die von der Katastrophe heimgesuchten Grundschule in Dernau gefunden hat, stieß auf großes Wohlwollen. Nach einem ausführlichen Rundgang und Gesprächen mit der Lehrerschaft besuchte die Vertreterin der Landesregierung noch die Barbarossaschule in Sinzig.

Die Flutkatastrophe hatte auch auf die Schulen im Ahrtal und ihre Schulgemeinschaften massive Auswirkungen. In Dernau waren Kellerräume und Erdgeschoss der mitten im Ort gelegenen St.-Martin-Grundschule von den Wassermassen überflutet worden – ein Schulbetrieb war dort nicht mehr möglich. „Inzwischen sind die Räume getrocknet.“ Ob dort aber wieder irgendwann ein Schulbetrieb für die Grundschulkinder möglich sein wird, werde derzeit mit der Landesregierung besprochen, so Verbandsbürgermeister Dominik Gieler. Die Verbandsgemeinde Altenahr ist Schulträger der Dernauer Grundschule.

96 Dernauer Kinder werden derzeit in sieben Klassen in Containern von insgesamt acht Lehrern unterrichtet. Es gibt eine Küche, eine kleine Mensa, einen Hausmeisterraum, ein Lehrerzimmer und natürlich die nett gestalteten Klassenräume. „Hier lacht und lernt die Klasse 4a“ steht auf einer der Türen geschrieben, die sich auf den zwei Stockwerken der Schulanlage der Ministerin öffneten. „Wir fühlen uns sehr wohl hier“, berichtete Schulleiter Ralph Stollorz, der seit 2021 an der Spitze des Kollegiums steht. „Wir gestalten hier unseren Schulalltag. Wie es weitergeht, wissen wir allerdings noch nicht. Das alles steht noch ein bisschen in den Sternen.“ Auch die Verbandsgemeinde weiß noch nicht so genau, wohin die Schulreise geht. Gerne sähe man es, wenn am alten Schulstandort mitten im Dorf wieder ein geregelter Schulbetrieb aufgenommen werden könne.

Zunächst ist man jedoch froh, in Marienthal einen idyllisch gelegenen Standort gefunden zu haben. „Gemeinsam mit den örtlichen Trägern unternimmt das Land Rheinland-Pfalz weiterhin große Anstrengungen, um die Bildung und Betreuung trotz der Zerstörungen sicherzustellen und den Kindern und Jugendlichen sowie ihren Lehrkräften ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben“, sagte die Ministerin. Zum Rundgang waren auch Landtagsabgeordneter und Kreisbeigeordneter Horst Gies (CDU) sowie Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD) gekommen.

28.1.2023

„Treffen in einer Mondlandschaft“Wohnmobil-Stellplätze und ein Kleinspielfeld könnten auf flutzerstörtem früheren Sportplatzgelände in Dernau entstehen

Bauausschusssitzung auf dem ehemaligen Sportplatz

Mit knapp 1400 Einwohnern ist Dernau der zweitgrößte Ort in der Verbandsgemeinde Altenahr. Kaum eine Gemeinde wurde in der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juni 2021 so schlimm beschädigt wie der vom Weinbau und Tourismus lebende idyllische Ort an der Ahr. 85 Prozent der vorhandenen rund 620 Gebäude wurden von den Wassermassen beschädigt, manche so stark, dass nur ein Abriss oder Komplettsanierung bleiben.

Bei vielen zieht sich der Wiederaufbau hin, die Zeit der Sanierung, das Leben in Provisorien und der Unzulänglichkeit zehren an den Nerven.

War man unmittelbar nach der Katastrophe mit der Rettung des Hab und Guts und mit anschließenden Aufräumarbeiten abgelenkt und vollends beschäftigt, so ist bei den Dernauern nun eine Sehnsucht nach normalen Lebensverhältnissen ohne Bauschutt und Baulärm spürbar. Eine Beobachtung, die auch Ortsbürgermeister Alfred Sebastian macht: „Die Menschen wollen ihr altes Leben zurück. Sie wollen sehen, dass es jetzt voran geht.“

Vielfach findet die Arbeit jedoch hinter den Kulissen statt. Beispielsweise, wenn es um die Zukunft der Dernauer Sportstätten geht.

Sebastian, seit 2009 Bürgermeister des Ortes, hatte daher für Samstagnachmittag zu einer Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Unwetterschadenprävention eingeladen. Treff war die inzwischen einer Mondlandschaft ähnelnden Freifläche am einstigen Sportplatz, der in der Flutnacht weggeschwemmt worden war. Das Sportlerheim war ebenfalls komplett zerstört worden. Der Ausschuss konnte sich davon überzeugen, dass hier ein Neuaufbau mit Bedacht im Gange ist. Auf Tore- und Punktejagd werden die Dernauer Kicker dort nicht mehr gehen: Als interkommunales Projekt wird der Fußballverein künftig gemeinsam mit Ortsnachbar Mayschoss oberhalb von Marienthal eine neue Sportanlage bauen. Sebastian sprach von einem „tollen Standort“. Allerdings sind die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern noch nicht abgeschlossen. Im März hofft man auf eine Entscheidung. An alter Stätte soll indes ein Kleinspielfeld für Jugendliche entstehen. Möglicherweise – so erklärte der Bürgermeister – wolle man die Fläche noch weiter absenken und zusätzlichen Retentionsraum schaffen: „Wir wollen hier als Gemeinde Vorbild sein“, sagte Sebastian.

Nahwärmenetze für Dernau und Mayschoss kommen

Interview mit dem Bürgermeister 7.Oktober 2022 downloaden

https://www.zdf.de/politik/laenderspiegel/ahrtal-brisante-videos-aus-der-flutnacht-100.html

Flutkunsthaus Dernau soll in Neubau weiterleben

KUNSTWERKE WERDEN AUS HAUSWAND GESCHNITTEN STAND27.9.2022, 15:05 UHR

Baufälliges Flutkunsthaus an der Ahr soll in Neubau weiterleben

Flutkunsthaus an der Ahr soll in Neubau weiterleben – Landesschau Rheinland-Pfalz – SWR Fernsehen Filmbeitrag SWR downloaden

4. September 2022

„Es ist einiges geleistet worden, aber noch lange, lange nicht so viel, wie wir eigentlich gedacht hatten nach einem Jahr. Wir haben bisher nur Provisorien geschafft“, sagte Sebastian beim Treffen in der Gartenstraße, wo ein Zirkuszelt noch immer als Versammlungsort dient, die Gemeindeverwaltung in Containern untergebracht ist – und es immerhin ein kleines Fußballfeld für Kinder gibt.

Wo der Sportplatz, der sich vor der Flut unweit der Ahr befand, wieder aufgebaut wird, ist unklar. Am alten Standort soll Sebastian zufolge nun ein Bolzplatz für Kinder entstehen, etwas erhöht am Hang. Ein großes Spielfeld könnte oben an der K 35 entstehen, wo sich vor Jahrzehnten schon einmal eine Sportanlage befand, jetzt aber Firmengelände ist.

Ein grundlegenderes Problem ist die Wärmeversorgung in der Gemeinde, in der von einst 1800 Einwohnern nur noch 1400 im Ort gemeldet sind und wohl nur noch um die 1000 tatsächlich dort wohnen. 70 Prozent der Dernauer Hauseigentümer, etwa 300, so erzählt Sebastian, haben einen Vertrag für ein Nahwärme-Netz unterzeichnet, auch Dorfwärme genannt.

„Wenn wir nur 40 Prozent kriegen und keine zusätzliche Unterstützung des Landes, dann ist das Ding morgen beerdigt“,

Um dafür zu werben, sei er in jedem Haus gewesen. Allerdings komme man mit dem Projekt „nicht richtig weiter“, da die dringend benötigte Unterstützung des Landes noch nicht endgültig zugesagt sei.Ein solches Dorfwärme-Netz habe normalerweise einen Vorlauf von vier, fünf Jahren. Da die Menschen keine Heizung mehr haben, müsse dies in Dernau nun in kürzester Zeit gestemmt werden, gibt Sebastian zu bedenken. Manche jedoch holen sich eine eigene Wärmepumpe und machen ihr eigenes Ding. „Wenn zu viele ihr eigenes Ding machen, dann kann man das Dorfwärme-Netz vergessen. Dann rechnet sich das nicht mehr“, warnt der ehrenamtliche Bürgermeister. Eine neue Förderung für die Dorfwärme liege nur noch bei 40 Prozent und nicht mehr bei 50 Prozent. „Wenn wir nur 40 Prozent kriegen und keine zusätzliche Unterstützung des Landes, dann ist das Ding morgen beerdigt“, zeigte sich Sebastian überzeugt. Denn für eine eigene Heizung sei eine Förderung von 80 Prozent möglich. Dies hänge damit zusammen, dass die Dorfwärme nicht zum Wiederaufbau zähle, da es sich um ein neues Projekt handele.

Ungefähr 50 Häuser mussten in Dernau nach der Flut abgerissen werden. Und noch immer kommen neue dazu. Denn erst, wenn sie getrocknet sind, macht sich eine etwaige Verunreinigung der Wände mit Öl bemerkbar, was die Häuser dann unbewohnbar machen kann. So könnte die Zahl der abgerissenen Häuser Sebastian zufolge noch auf etwa 70 steigen. Eines der Häuser, die abgerissen werden müssen, ist das sogenannte Flutkunsthaus in der Schmittmannstraße.

Eröffnung des Automaten Shop des Bauernhof Schopp am 4.9.22

mit einem Tag der offenen Tür

Grundschule und Kita an neuem Standort in Marienthal

161 Schul- und KITA-Kinder können zum neuen Schuljahr 2022/23 in ihre neue Umgebung einziehen. Umsetzung war eine Kraftanstrenung.Der Erfolg dieses Projektes liegt vor allem am unkomplizierten Zusammenspiel aller Beteiligten.

Dernau Blick von den 3 Bänken am 15.August 2022

es sind nur noch ca 1400 Einwohner im Melderegister eingetragen, gegenüber 1750Personen vor der Flut

13 Monate nach der Flut im Ortsteil Marienthal

Am Jahrestag der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 gedachte man an der Mittelahr in stillem Gedenken der Menschen, die in jener verhängnisvollen Nacht ihr Leben verloren. Allein in Dernau kamen elf Menschen durch die Flut auf tragische Weise zu Tode. Es war ein ergreifender Moment, als um Punkt 18 Uhr für zehn Minuten die Kirchenglocken läuteten. Die Menschen, die zwischen Kirche und Pfarrhaus zusammengekommen waren, fassten sich an den Händen, viele kämpften mit den Tränen und mit den Gedanken an jene verhängnisvolle Flutnacht, „die verging, wie ein Jahr“, wie es Dernaus Bürgermeister Alfred Sebastian treffend beschrieb.


„Bis heute eine furchtbare Erinnerung“


„Beinahe alle haben in dieser endlosen Nacht furchtbares erleben müssen. Da harrten Stunde um Stunde Menschen in Bäumen, auf Mauern, auf Dächern, auf Balkonen oder auf dem Dachboden aus und warteten darauf, dass diese Katastrophe endlich ein Ende hat. Da schwammen Mitbürger durch eine kalte, von Schlamm, Öl und Kanalisation durchzogene Wassermasse, um sich selbst oder jemand anderen zu retten. Kein Licht, keine Kontaktmöglichkeit und scheinbar keine Chance auf Rettung. Man hörte das Krachen von Bäumen, Fahrzeugen, Wohnwagen und Containern, die gegen Hauswände oder Brücken prallten. Man hörte das bedrohliche Rauschen der Wassermassen. Bis heute eine furchtbare Erinnerung“, so Alfred Sebastian, der auch den Dank an die vielen freiwilligen Helfer sowie die Hilfsorganisationen und Feuerwehren besonders zum Ausdruck brachte. Zur bleibenden Erinnerung an die elf Dernauer Flutopfer wurde direkt neben der Kirche im Ortszentrum ein Gedenkstein mit deren Namen enthüllt und elf Kerzen entzündet. Es folgten „Gedanken zum Gedenken“ von Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder. Der Kirchenchor Dernau sorgte für die passende, musikalische Begleitung.

Gedenkstein an der Kirche mit 11 Kerzenständer für unsere Flutopfer

Zwölf Monate nach der Flut am 6.Juli 2022

siehe auch unter https://www.zeit.de/entdecken/2022-07/hochwasser-ahrtal-flutkatastrophe-dernau

Texte (in der „Zeit“ ) zu 5 Dernauer Familien

Dieser Text ist Teil des Projekts Dernau danach. Wir begleiten seit Juli 2021 fünf Familien aus dem Ort im Ahrtal beim Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe. Alle unsere Beiträge zur Flutkatastrophe im Ahrtal finden Sie auf unserer Themenseite .https://www.zeit.de/entdecken/2022-07/hochwasser-ahrtal-flutkatastrophe-

Ein Jahr nach der Flut, die mit 134 Toten allein im Ahrtal zu den schwersten Naturkatastrophen in der deutschen Geschichte gehört, befindet sich Dernau in einem schwer greifbaren Zustand des Dazwischens. Die Schäden sind immens, die Aufgaben überwältigend, doch man sieht es nicht sofort. Der Schlamm ist weggeputzt, die Trümmer sind beseitigt, die einsturzgefährdeten Häuser abgerissen. Doch es fehlt etwas in Dernau, das einmal 1.700 Einwohnerinnen zählte: die Schulkinder in den Straßen, die Tische vor den Restaurants, die gedämpften Stimmen in den Häusern.  

in GA Christine Schulze/Bericht von der Bürgerbeteiligung zur Infrastrukturentwicklung nach der Flut

Die Dorfentwicklung wird uns die nächsten Jahre und Jahrzehnte beschäftigen, wir wollen die Zeit als Chance nutzen, uns nach der verheerenden Flut nachhaltiger, moderner, ökologischer aufzustellen.“ Das hat der Dernauer Bürgermeister Alfred Sebastian zu Beginn der gut besuchten Bürgerversammlung am Mittwochabend im Zirkuszelt in Dernau gesagt. Zum Wiederaufbau zog Sebastian eine ernüchternde Bilanz: „Wir haben in dem Jahr nach der Katastrophe viel getan, aber wenig auf die Beine gestellt, es geht sehr langsam, es hakt an allen Ecken und Enden, man kann es nicht begreifen.“

Es gibt aber auch ein paar Fortschritte: Im Dernauer Ortsteil Marienthal wurde jetzt die Bodenplatte für das künftige Freundschaftshaus gelegt. Verbunden damit ist die Zentrale für die Dorfwärme. Die Planung der neuen Marienthaler Dorfmitte ist fertig. Woran es noch hakt, ist der Dernauer Sportplatz. Nach der Flut sollte er nicht wieder auf dem alten Gelände rechts der Ahr in der Ebene hergestellt werden. Als neuer Platz waren 15 Hektar Gemeindeland links der Ahr im Gespräch, allerdings weit oben an der Kreisstraße, fast schon in Esch. Mittlerweile gibt es Bedenken gegen den Standort, da kein Fußweg dorthin führt und ein Fahrradweg nicht zu realisieren wäre. Folglich richten sich die Überlegungen wieder auf den alten Standort an der Ahr. Der könnte ein Stück Richtung Hang verschoben werden, zwei Meter höher und damit raus aus dem neu festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Aber: Es könnte Konflikte mit dem Naturschutz geben.

or der Flut hatte die Gemeinde die Ausweisung neuer Baugebiete auf den Weg gebracht: alle im neuen Überflutungsgebiet, wo nicht mehr gebaut werden darf. Jetzt stehen Flächen in der Lehmkaul (obere Bonner Straße) und in der Hanglage am „Schneeberg“ zur Debatte. Wie für die Gemeinden Mayschoß und Rech ist das Büro Stadt-Land-plus aus Boppard auch für Dernau mit Planungen für den Wiederaufbau beauftragt. In der Bürgerversammlung gab Stadtplaner Friedrich Hachenberg einen Überblick, bevor Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit hatten, sich in kleineren Gruppen genauer zu informieren und Ideen einzubringen.

Sie werden sich freuen, dass der neue Bahnhaltepunkt näher ans Zentrum rückt. Er kommt wieder an „Posten 6“, das ist in Nähe des Weinfestplatzes und in Nähe der Brücke. Die Bahn sei einverstanden, auch bezüglich eines zusätzlichen Haltepunkts für Marienthal zeigt sich Sebastian zuversichtlich. Dank der Elektrifizierung könnten die Züge schneller anfahren, und der Fahrplan gerate bei mehr Haltepunkten nicht durcheinander.

Die von der Flut völlig zerstörte Brücke soll am alten Standort erneuert werden. Sebastian: „Dann ist es Wiederaufbau, der bezahlt wird, für den Bau an einem anderen Standort bekämen wir nichts.“ Wieder hergestellt werden soll auch der Weinfestplatz, der vor der Katastrophe gerade neu gestaltet worden war. Ein Supermarkt für die Nahversorgung soll wieder ins Dorf, die Bundesstraße soll als „erlebbarer Straßenbereich“ gestaltet werden. Neu geplant werden muss die Führung des Radwegs. Das gerade fertiggestellte Gewerbegebiet im neuen Überschwemmungsgebiet braucht Hochwasserschutz. Die historischen, das Ortsbild prägenden Gebäude – meist Fachwerk – in der Ortsmitte müssen hochwassergerecht saniert werden. Und: Neue Wege und neue Treffpunkte beiderseits der Ahr müssen her. Publikumsmagnet könnte ein Panoramaweg mit Aussichtspunkten auf der alten Bahntrasse werden, an den Ahr-Ufern soll es künftig Platz für Bewegung, Camping, Parkplätze geben.

Ortsteil Marienthal 11 Monate nach der Flut

Neuanfang Heizen ohne Öl: Dorfkraftwerk- Nahwärme in Marienthal

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/neuanfang-ahrtal-heizen-dorfkraftwerk-marienthal-100.html

Dernau 11 Monate nach der Flut

Neue Heimat für Kita-Kinder und Grundschüler

Bauausschuss der Gemeinde besichtigte die Baufortschritte in Marienthal

Voller Stolz konnte Bürgermeister Alfred Sebastian zusammen mit dem Wiederaufbaukoordinator Martin Schell den Mitgliedern des Bauausschusses die Containeranlage auf dem Gelände der NS Gedenkstätte Rebstock in Marienthal zeigen und durch die Räume führen. Die Ausschussmitglieder waren überrascht, wie weit die Arbeiten schon fortgeschritten sind und dass geplant ist, dass sowohl die Kitakinder als auch die Grundschüler spätestens nach den Sommerferien hier einziehen können.

Auf dem Gelände in Marienthal entsteht ein Containerkindergarten für 65 Dernauer Kinder. Die Kita der St.Johannes Apostel war durch die Flut so stark zerstört, dass sie abgerissen wurde. Die Planungen für den Neubau der Kita an derselben Stelle mit der Ortsgemeinde als Bauträger haben schon begonnen. Zurzeit sind 50 Dernauer Kinder in dem Dorfgemeinschaftshaus in Holzweiler untergebracht. In Marienthal stehen den Kindern ab August deutlich mehr Platz etwa für einen Bewegungsraum oder zum Spielen zur Verfügung.

Auch für die 70 Kinder der St.Martin Grundschule aus Dernau, Rech und Mayschoß gehen es nach den Sommerferien in das neue Containerdorf neben dem Kitagebäude in Marienthal. Die Kinder wurden nach der Flutkatastrophe aufgeteilt auf die Schulen in Gelsdorf, Leimersdorf und Ringen.  Nach intensivem Austausch mit den drei Ortsgemeinden und der Verwaltung stimmte der Verbandsgemeinderat dafür eine provisorische Grundschule mit einer zweistöckigen Containeranlage für acht Klassen neben dem Kitagebäude errichten.  Hinzu kommt noch eine Interimssporthalle. Der Umzug in die Containerschule ist ein wichtiger Beitrag, dass die Grundschüler nicht mehr an drei verschiedenen Orten unterrichtet werden, sondern sich als Schulfamilie fühlen können. Damit kommen die Kinder aus Dernau, Rech und Mayschoss der Normalität ein Stück weiter.

Neun Monate nach der Flut

Video Beitrag der Landesschau über das Senioren Containerdorf

Dernau hat seine ältesten Bewohner wieder nach Hause geholt!!

https://www.swrfernsehen.de/~embed/landesschau-rp/seniorinnen-wg-im-containerdorf-an-der-ahr-100.htm

Dernau 8 Monate nach der Flut

Von den 650 Häusern Dernau waren 570 von der Flut betroffen.Bislang mussten 45 Häuser abgerissen werden wegen großer Zerstörung oder weil sie kontaminiert waren. Bei weiteren 15 Häuserm ist es noch fraglich. Eine große Belastung für unsere Bürger, dass 8 Monate nach der Flut noch keine gutachterliche Klärung vorliegt ,ob sie abgerissen werden müssen.. Erst 10-20% der Bürger ohne Elementarversicherung haben einen 1.Abschlag von 20% der Schadensumme vom Land erhalten. Die äußerst komplexe Mittelbeantragung zermürbt und frustriert die Menschen.1/3 der Bürger haben eine Elementarversicherung, z.T zeigen sich manche Versicherung sehr ! restriktiv in der Bearbeitung und Schadensaufnahme.

RZ vom 21-3-22

8 MONATE

Heute ist die Flut 8 Monate her…

Unsere Welt hat sich am 14./15. Juli radikal verändert. Und ich staune immer noch wie tief diese Veränderungen gehen.

Wir haben mit viel guter Hilfe von „außen“ und viel Kraft von „innen“ so viel geschafft in diesen Wochen! Ich bin jeden Tag neu dankbar für diese vielen tausend Schritte der Normalität.

Und: wir haben es noch lange nicht geschafft. Der Marathon ist noch nicht zu Ende…ich wage noch nicht zu sagen wo wir da genau stehen.

Wenn eben erst die allerersten wieder in ihren Wohnungen sind, die allerersten Geschäfte und Restaurants geöffnet haben…

Wenn viele noch gar keine Ahnung haben mit wie viel Unterstützung sie rechnen können…

Klar ist: wir brauchen noch ganz ganz viel Hilfe und Unterstützung…auch wenn wir jetzt nicht mehr in den Nachrichten vorkommen.Vergesst uns nicht (Jörg Meyrer)

Rheinzeitung vom 14.März 2022

Dernau 7 Monate nach der Flut

28 Tiny Häuser sind größtenteils bewohnt .

Endlich wieder eine eigene Wohnung. Für 49 von der Flut betroffene Dernauer ist das jetzt möglich.Dernau setzt auf  Mobilheime inmitten der Ortslage. Damit konnte für die Flutopfer ein wichtiges Ziel erreicht werden ,kurze Wege zu dem Gebäude, das wiederhergestellt werden soll und die Anbindung an die Nachbarschaftsstrukturen

Dies war nur möglich, weil in Dernau Grundstückseigentümer ihre baureifen Grundstücke für die Häuser zur Verfügung gestellt haben. Insgesamt kann Dernau über 15 Tiny Häuser der Verbandsgemeinde Altenahr verfügen sowie über 13 Unterkünfte, die die Johanniter zur Verfügung gestellt haben. Bis Ende Februar sollen alle Miniunterkünfte bezugsfertig sein

Seit November standen Martin Schell und David Fuhrmann vom Wiederaufbaustab in ständigem Kontakt mit der Verwaltung der Verbandsgemeinde, die für die Aufstellung verantwortlich war, während die Aufstellung der Johanniterhäuser mit Anschlüssen an das Trinkwasser und Stromversorgung sowie an die Abwasserbeseitigung vom Wiederaufbaustab Dernau  selbst organisiert werden musste.

Der Wohnraum der kleinen Häuser von zirka 32 Quadratmeter wirkt großzügiger als er von außen vermuten lässt mit mit zwei Schlafzimmern, einem Duschbad und einem komplett eingerichteten Koch-, Ess- und Wohnbereich und wird durch die überdachte Terrasse noch aufgewertet.

Dernau sechs Monate nach der Flutkatastrophe

Dernau 6 Monate nach der Flut

Viele Flutopfer kämpfen inzwischen nicht mehr gegen Schlammmassen, sondern gegen die bürokratische Antragslast zum Zwecke des Wiederaufbaus. Von den 650 Häusern sind noch immer 400 Häuser nicht bewohnbar. Insgesamt wurden bis jetzt 30 Gebäude abgerissen ,weitere 20 Häuser folgen noch vor allem wegen der Kontaminierung mit Öl.

Für Dernau errechnete Schäden belaufen sich auf 87,95Mio €,die zweithöchste Summe in der Verbandsgemeinde nach ALtenahr. 16 Schäden im Hochbau belaufen sich auf 13.9.Mio€, drei Brücken belaufen sich auf11.4.Mio€ sowie 66 Tiefbaumaßnahmen für 62,7 Mio.

Im Dezember 21 hat die Gemeinde zusammen mit dem ASB an der Bungertstraße  ein Containerdorf (genannt Seniorenresidenz) für Senioren eröffnet, die beim Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 ihr Zuhause verloren hatten. Zusätzlich zu den Wohncontainern gibt es einen Platz in der Mitte, einen Waschcontainer und einen Gemeinschaftsraumcontainer.

Inzwischen verfügt die Gemeinde auch über 15 Mobilheime über die VG ALtenahr aus der Aktion „Deutschland hilft“ und über 13Tiny Häuser, die uns von den Johannitern übergeben wurden. Davon konnten vor Weihnachten schon insgesamt 13 bezogen werden. Die restlichen Tiny bzw Mobilheime sollen bis Ende Januar bezugfertig sein.

  • Bauarbeiten Bauhof „Obere Bachstraße“
  • Oberhalb des Bunkereinganges wird eine große Fläche hergestellt, die im Notfall als Evakuierungsfläche genutzt werden kann (Notstromversorgung etc.
  • Sportplatzgelände
  • Über den Wiederaufbau des Sportplatzes und den Tennisanlagen an der heutigen Stelle wird kurzfristig zu entscheiden sein: Problem: Bei einer erneuten Überflutung wird keine  Wiederaufbauhilfe geleistet, da die Wiederherstellung im Überschwemmungsbereich der Ahr errichtet wird.
  • Alternativ: Verlegung der Sportanlage auf eine gemeindeeigene Fläche oberhalb des alten Sportplatzes auf dem Sondersberg; am alten Standort könnte dann zusätzlich ein größeres Spielfeld (E-Jugend-Spielfeld ca. 35 m x 55 m) gebaut werden (für Jugend und Schulsport und Dorfturniere).
  • Das vorhandene Sportlerheim wird wieder aufgebaut und könnte zusätzlich als Jugendheim genutzt werden
  • Vorteil des Umzuges auf den Berg: Es kann durch eine Abschachtung eine große Retentionsfläche für die Ahr geschaffen werden, da dass mehrere Hektar umfassende Gelände bis zu 1,50 m tiefer gelegt werden könnte.
  • Die Möglichkeit die Sportanlage auf dem Sondersberg zu errichten, wird zur Zeit von den Fachbehörden geprüft. Nach einer grundsätzlichen Zustimmung der zuständigen Behörden kann erst die Entscheidung getroffen werden.
  • Sportlerheim: Die Sanierungsarbeiten zur Wiederherstellung haben durch die Helfergruppe „Indersdorf hilft“ bereits begonnen.
  • Geplantes Flurbereinigungsverfahren Dernau „Flut“
  • Zwischen Dernau und Rech soll auf der Fläche zwischen Bahnlinie und der Ahr kurzfristig ein Flurbereinigungsverfahren durchgeführt werden. Ziel:
  • Die Weinbergsparzellen sollen „gedreht“ werden und parallel zu Ahr verlaufen
  • Gewerbegebiet in Dernau

Die überwiegenden Flächen wurden durch die Gemeinde für einen unterschiedlichen Zeitraum von 2 bis 10 Jahren gepachtet. Die Gemeinde hat das Recht diese Flächen für den Wiederaufbau weiter zu verpachten. So sind bereits Flächen an den Baustoffhändler Kircher, für eine Betontankstelle, an den Geräteverleiher Boels und für die Errichtung eines Handwerkerdorfes vorgesehen.

Nahwärmenetz

Kopfzerbrechen bereitet das Dorfwärmetz ,das die neu gegründete Aufbaugesellschaft Mittelahr(AöR) gemeinsam für Dernau, Rech und Mayschoss aufbauen will. In Dernau haben sich etwa 40% der Haushalte nach einer Umfrage dieser nachhaltigen Form des Heizens anschließen. Demgegenüber stehen starre Förderrichtlinien, was die Wiederaufbauhilfe angeht des Landes und damit finanzielle Unwägbarbarkeiten. Im Ortsteil Marienthal kann das Dorfwärmenetz schon bald an den Start gehen.

Spendengelder

Bisher konnten in Dernau 1,79 Mio Spendengelder an 749 Bürger, die einem Antrag gestellt haben ausgezahlt werden.

Die Gemeinde behält eine Reserve für Härtefälle für BürgerInnen zurück.

Beschluss des Gemeinderates vom 25.1.22

Ab dem 2.Februar 2022 eingehende Spenden auf das Spendenkonto „Katastrophenhilfe“ ohne Zweckbestimmung, werden für den Wiederaufbau der Ortsgemeinde Dernau eingesetzt.

Flutkatastrophe im WeinKulturDorf Dernau vom 14./15.7.21

Sehr geehrte Besucher und Gäste, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Liebe Gäste und Freunde unseres WeinKulturDorfes Dernau,

seit über einer Woche ist unsere Heimat, das wunderschöne Ahrtal, nicht mehr wie sie mal war.

Ca. 90 Prozent der Bürger sind betroffen und davon haben fast alle alles verloren. Nicht nur ihr Zuhause ist zerstört, sondern ihre gesamte Existenz.

Schlamm, Staub, Berge von Müll und Trümmern, Benzingeruch, Bergungs- und Räumungsfahrzeuge, Blaulicht und Sirenen beherrschen unseren Alltag. Noch viel mehr beherrschen die Bilder dieser Tragödie unsere Köpfe. Die Ängste der durchstandenen Nächte und die Trauer in unseren Herzen über die 11Toten die wir verloren haben. Doch wir halten zusammen, machen unermüdlich weiter! Wir kämpfen für unser WeinKulturDorf Dernau!

Dafür benötigen wir dringend Unterstützung – Ihre Unterstützung.Bitte helft uns, ein Stück unserer Heimat wieder aufzubauen – auch wenn es sicher noch langer – vermutlich sehr lange – dauern wird.

Wir haben für unser WeinKulturDorf Dernau einen Förderverein  gegründet für den WiederNeuAufbau  „Zukunft Dernau e.V.“ www.zukunft-dernau.de und freuen uns über jede einzelne Spende!Jeder Euro kommt dort an, wo er dringend gebraucht wird. Wir sagen vom ganzen Herzen DANKE! Sie erhalten eine Spendenquittung.

Ihr KrisenTeam der Ortsgemeinde Dernau