29. September 2022

An alle Haushalte der Ortsgemeinden Dernau und Mayschoß

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Interessenten an der Nahwärme aus Mayschoß und Dernau,
seit der ersten Machbarkeitsstudie zum Nahwärmenetz in unseren Orten im Frühjahr 2022
und den darauf aufbauenden Vorverträgen ist einige Zeit verstrichen. Mit dem Krieg in der
Ukraine und der daraus entstandenen Energie- und Wirtschaftskrise sind zudem nicht
vorhersehbare Ereignisse eingetreten, die auch unsere Nahwärmeprojekte deutlich
beeinflussen.

Die Unwägbarkeiten in der Kostenentwicklung im Energiebereich machen es
äußerst schwierig, seriöse Kostenschätzungen insbesondere mit garantierten Zeiträumen
abzugeben. Aus diesen Gründen wollen wir sie hiermit über die stattgefundenen
Entwicklungen, den aktuellen Stand und den weiteren Fortgang informieren.
Entwicklungen
Die erste wichtige Aussage ist, dass es keinen Stillstand in der Entwicklung der Netze gibt,
sondern weiter mit Volldampf an der Realisierung gearbeitet wird. Das Ziel, zumindest in den
von der Flut betroffenen Haushalten im Winter 2023/24 Wärme durch das Nahwärmenetz
anzubieten, ist nach wie vor realistisch.
Die Kostensteigerungen im Energiebereich (Strom und Gas) und die daraus entstandenen
Preiserhöhungen in Handwerk und Industrie haben uns veranlasst, eine Überarbeitung der
ersten Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsberechnung in Auftrag zu geben. Die
Ergebnisse dazu liegen mittlerweile vor.

Daraus ergeben sich folgende Aussagen:
1) Das Projekt wird im Verbrauchspreis etwas teurer werden, liegt aber immer noch in
einem wirtschaftlichen Bereich und ist nach wie vor preiswerter als vergleichbare
individuelle Heizsysteme über Erdgas, Heizöl, Pellets und Wärmepumpe.
2) Die Erdgaskomponenten wurden gestrichen und durch einen zweiten Biomasse- und
Flüssiggas-Verbrennungskessel zur Abdeckung des Spitzenlastbetriebes im Winter
ersetzt. Damit reagiert die Studie auf die preistreiberische Entwicklung auf dem
Gasmarkt und fokussiert die Energiegewinnung noch einen Schritt weiter zu 100%
Erneuerbaren Energien (EE).
Die Suche nach einem angemessenen Partner für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb
des Netzes haben wir in den letzten Wochen mit Priorität vorangetrieben. Dazu wurden
gemeinsam mit den Gemeinderäten aus Dernau und Mayschoß Gespräche mit lokalen sowie
weltweit agierenden Energieversorgungsunternehmen geführt. Ziel hierbei ist, Planung und
praktische Umsetzung des Netzes und des Kraftwerkes in professionelle Hände zu übertragen
und einen finanziell leistungsfähigen Partner an der Seite zu haben. Ein Vorgehen, welches
vom Fördermittelgeber befürwortet und mit diesem selbstverständlich stets eng abstimmt ist.
Zur Vorbereitung der Verhandlungen mit potentiellen Partnern wurde eine Fachkanzlei
beauftragt, rechtliche Fragen in diesem Bereich herauszuarbeiten und Lösungen aufzuzeigen.
Auch wenn wir mit dem Energiemix aus Solarenergie (Sommer) und Biomasseverbrennung
(Winter) starten werden, wurden parallel mit Forschung und Betreibern von SolarGeothermieanlagen Gespräche geführt mit dem Ziel, die Biomassenverbrennung
(Hackschnitzel) durch Wärme aus der Tiefe der Erde zu ersetzen.
Aktuelle Maßnahmen
Die potentiellen Partner sind aufgefordert, zur Vorbereitung eines Gesellschaftsvertrages ihre
Bereitschaft, Leistungsfähigkeit und finanziellen Ansprüche schriftlich zu formulieren und ihre
Bereitschaft unter diesen Voraussetzungen mit uns zusammenzuarbeiten auf der Ebene der
jeweiligen Vorstände zu dokumentieren. Danach wird die Gemeinde über den Gemeinderat
eine Entscheidung für den geeignetsten Partner herbeiführen.

Mit Datum 15.09.2022 hat sich der für uns in Frage kommende Fördermitteltopf geändert.
Hatten wir bis dahin mit einer Landes- und Europa-Förderung über die ISB gerechnet und den
Förderantrag bereits gestartet, so wurden wir informiert, dass wir die Kriterien dieser
Förderung nicht erfüllen (Fertigstellung des gesamten Projektes bis 30.06.2023) und eine
andere Förderung der BAFA in Anspruch nehmen müssen. Hier sieht die Förderkulisse
allerdings aktuell einen geringeren Förderhöchstsatz von maximal 40% vor. Die
Voraussetzungen dieser neuen Bundesförderung wurde uns in zwei Konferenzen vorgestellt
und werden in einem internen Workshop am 28.09.22 vertieft. Dieser Workshop wird
aufzeigen, in welchem Umfang sich die neue Förderung auf die Realisierung des Projektes
auswirkt. Im Schreiben der Bürgermeister an die Landesregierung ist diese erneut über den
aktuellen Stand des Projektes und die Förderproblematik informiert worden. Ohne die
Unterstützung der Politik und vor allem den Willen der Landesregierung ist das Projekt
Nahwärme in unseren Orten nicht umsetzbar. Diese Botschaft ist klar kommuniziert.
Weiteres Vorgehen ʹ Ausblick
Nach der Entscheidung für einen Partner wird die Wirtschaftlichkeitsberechnung mit den dann
feststehenden konkreten Daten neu aufgestellt. Mit dieser Kostenschätzung werden wir uns
dann mit den Anschlussnehmern, die schon einen verbindlichen Vorvertrag unterschrieben
haben, in Verbindung setzen. Wir sind sehr sicher, dass wir im Vergleich zu
Einzelfeuerungsanlagen, die leider ebenfalls von der allgemeinen Kostensteigerung betroffen
sind, ein wirtschaftliches Angebot abgeben zu können. Auf der Basis der geschlossenen
Absichtsvereinbarung wird sich der gewählte Partner unverzüglich an die notwendigen
Umsetzungsplanungen, Beauftragungen von Tiefbauarbeiten, Materialbeschaffungen usw.
begeben. Parallel dazu wird mit Unterstützung der Fachanwaltskanzlei der
Kooperationsvertrag ausgearbeitet. Gleichzeitig wird der Förderantrag eingereicht und eine
Machbarkeitsstudie für die Solar-Geothermie in Auftrag gegeben. An dieser Stelle wird dann
auch für uns als gemeindebezogene, ehrenamtliche Projektgruppe der Zeitpunkt gekommen
sein, das weitere Verfahren den Profis zu überlassen. Sobald die Entscheidung für einen
Partner getroffen ist, sind Bürgerveranstaltungen geplant, die über den weiteren Verlauf
informieren.
Übergangslösungen ʹ Nahwärmeanschlussnehmer müssen sich melden
Eigentümer, die Vorverträge unterschrieben haben, sich somit an das Wärmenetz anschließen
wollen und für den kommenden Winter eine Übergangslösung benötigen, werden dringend
darum gebeten, sich in den Bürgerbüros der jeweiligen Orte zu melden, sofern dies noch nicht
geschehen ist. Wir konnten mit der Unterstützung der Hilfsorganisationen und der
Verbandsgemeinde eine Finanzierung für die Anschaffung klären. Die Übergangslösungen
sollen in den kommenden Wochen eintreffen und können dann von den örtlichen
Heizungsbauern an die Objekte angeschlossen werden. Die Geräte werden kostenlos zur
Verfügung gestellt. Die Kosten für den notwendigen Anschluss sowie für die Betriebsmittel
sind hierbei von den Eigentümern zu zahlen.
Sofern Sie eine Übergangslösung benötigen und dies noch nicht gemeldet haben, finden Sie
anbei die Kontaktdaten für die jeweilige Ortsgemeinde. Bitte teilen Sie per Mail die Adresse
sowie die benötigte Anschlussleistung mit.
Dernau: michael.book@zukunft-mittelahr.de
Mayschoß: nahwaerme@stab.mayschoss.de
Mit freundlichen Grüßen

Interview mit dem Bürgermeister im Generalanzeiger am 01.09.22 zum Thema Nahwärme in Dernau

                       Nähere Infos durch den Bürgermeister in der Ratssitzung am 5.9.22

Ein grundlegenderes Problem ist die Wärmeversorgung in der Gemeinde, in der von einst 1800 Einwohnern nur noch 1400 im Ort gemeldet sind und wohl nur noch um die 1000 tatsächlich dort wohnen. 70 Prozent der Dernauer Hauseigentümer, etwa 300, so erzählt Sebastian, haben einen Vertrag für ein Nahwärme-Netz unterzeichnet, auch Dorfwärme genannt.Um dafür zu werben, sei er in jedem Haus gewesen. Allerdings komme man mit dem Projekt „nicht richtig weiter“, da die dringend benötigte Unterstützung des Landes noch nicht endgültig zugesagt sei.Ein solches Dorfwärme-Netz habe normalerweise einen Vorlauf von vier, fünf Jahren. Da die Menschen keine Heizung mehr haben, müsse dies in Dernau nun in kürzester Zeit gestemmt werden, gibt Sebastian zu bedenken. Manche jedoch holen sich eine eigene Wärmepumpe und machen ihr eigenes Ding. „Wenn zu viele ihr eigenes Ding machen, dann kann man das Dorfwärme-Netz vergessen. Dann rechnet sich das nicht mehr“, warnt der ehrenamtliche Bürgermeister. Eine neue Förderung für die Dorfwärme liege nur noch bei 40 Prozent und nicht mehr bei 50 Prozent.

„Wenn wir nur 40 Prozent kriegen und keine zusätzliche Unterstützung des Landes, dann ist das Ding morgen beerdigt“, zeigte sich Sebastian überzeugt. Denn für eine eigene Heizung sei eine Förderung von 80 Prozent möglich. Dies hänge damit zusammen, dass die Dorfwärme nicht zum Wiederaufbau zähle, da es sich um ein neues Projekt handele.

Generalanzeiger bericht von der ratssitzung am 18.7.22

Erklärfilm zur warmen Nahwärme Dernau 14.6.22

https://youtu.be/e-Wo0gLNIIw

 

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Bürgerversammlung zum Dorfwärme-netz

Dienstag 10.Mai 22 um 19.00 im Zirkuszelt

Tagesordnung

1.Bau eines Dorfwärmenetzes

2.Aktuelle Infos zum Wiederaufbau

3.Verschiedenes

Bürgerinformationsbrief nahwärme vom 26.4.22

Liebe Dernauer,

es ist soweit. Anbei möchten wir euch die aktuelle Bürgerinfo zur Nahwärme zukommen lassen, ebenso den Vorvertrag. Beides  steht zum download bereit. Wir werden auch alles noch diese Woche in die Briefkästen einwerfen.Zusätzlich haben wir eine Infotelefonnummer 0162/8682644 und eine Kontaktmailadressenahwaerme@zukunft-mittelahr.de eingerichtet,unter der ihr auch die Beratungsgespräche vereinbaren könnt. Hier stehen wir euch auch für Fragen zur Verfügung.

Bürgerinfo zur Nahwärme

Bürgerinfo Nahwärme

Vorvertrag Nahwärme

DERNAU_Vorvertrag_Nahwärme_04_22

 

Bürgerinformationsbrief Nahwärmenetz vom 14.3.22

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wie bereits im letzten Bürgerbrief angekündigt, möchten wir Sie über die neusten Entwicklungen in Bezug auf das Projekt Nahwärme für die Ortsgemeinden Dernau, Rech und Mayschoß in Kenntnis setzen und Sie auf dem Weg einer nachhaltigen und ökonomisch günstigen Wärmeversorgung unserer drei Gemeinden weiter mitnehmen.
Wo stehen wir aktuell? Förderung und Finanzierung. Vor allem die Förderquoten, die elementar für einen wirtschaftlichen Ausbau sind, beschäftigen uns im Projekt-Team immer noch stark. Lange haben wir um die Förderzusagen gerungen und sind nun froh, dass wir Dank der gemeinsamen Treffen mit dem Umweltministerium und der Energieagentur Rheinland-Pfalz mittlerweile so weit fortgeschritten sind, dass uns die benötigten Förderungen zumindest teilweise zugesagt worden sind. Ein wegweisendes und wichtiges Zeichen für den Willen des Landes, die Ahr als Modellregion für eine klimafreundliche und nachhaltige Energiewende zu betrachten. Wir freuen uns sehr über die tatkräftige Unterstützung und enge Zusammenarbeit bei der Realisierung und Finanzierung.
Wirtschaftlichkeit.
Grundlage für die Gewährung öffentlicher Fördermittel sind
Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Machbarkeitsstudien, die insbesondere eine ausreichende Anschlussdichte, d.h. genügend Haushalte, die an unser gemeinsames Netz angeschlossen werden, nachweisen müssen. Hier gilt: Je mehr Haushalte mitmachen, umso günstiger wird es für alle. Status quo. Diese Studien haben wir für unsere drei Orte in den letzten Wochen durchführen lassen. Für Mayschoß und Dernau zeigen die Daten bereits sehr deutlich, dass sich die Wärmenetze an der Mittelahr grundsätzlich wirtschaftlich umsetzen und betreiben lassen. Für Rech befinden wir uns in den letzten Auswertungen, hier erwarten wir zeitnah valide Daten zur Studie, die auch hier bei entsprechender Anschlussdichte eine Wirtschaftlichkeit erwarten lässt.
Voraussetzungen. Für eine erfolgreiche Umsetzung gibt es zentrale technische Voraussetzungen, die bei der Konzeption und Planung besonders zu beachten sind: Hierzu zählt insbesondere die Tatsache,dass sich im Versorgungsgebiet der drei Gemeinden viele Altbaubestände befinden, die neben der Bodenheizung auch noch mit klassischen Heizkörpern und niedriger Haus-Dämmung arbeiten. Daher ist es wichtig, dass die Wärmenetze in der Lage sind, konstant und sicher eine Vorlauftemperatur zwischen 70°- 80° C an die Abnehmer zu liefern.
Die aktuellen Energieversorgungs- und technischen Energiegewinnungskonzepte (Heizkraftwerk für warme Nahwärme) favorisieren derzeit für Dernau und Rech einen Verbund der Netze mit der Errichtung einer gemeinsamen Heizzentrale zwischen Rech und Dernau (im „Gewerbegebiet“), um insbesondere die Standortvorteile und wirtschaftlichen Synergien optimal und für alle Haushalte(Neu- und Altbau) beider Orte nutzen zu können. Für Mayschoß ist ein eigenes Heizkraftwerkvorgesehen.
Anschlusskosten. Auch hinsichtlich der Hausanschlüsse bieten die geplanten warmen
Nahwärmenetze bedeutende Vorteile. Denn anders als bei der klassischen Erneuerung der
Heizanlagen im Haus wie beispielsweise dem Umstieg auf eine Wärmepumpe oder der Umrüstung auf eine Pelletheizung, sind beim Anschluss an die warmen Nahwärmenetze keine weitreichenden Umbauten am Haus notwendig. Lediglich die einmalige Anschaffung eines Wärmetauschers und eines Zählers sowie die notwendigen Tiefbauarbeiten kommen auf die Eigentümer zu. Diese lassen sich auf eine Summe im Bereich von maximal ca. 8.500 Euro netto für ein Standardgebäude beziffern, die über Bafa-Bundesmittel und im Falle von Flutschäden zusätzlich über die Fluthilfe gefördert werden.
Örtliche Betreibergesellschaft.
Wie bereits in anderen Gemeinden zukunftsweisend durchgeführt, soll
der Betrieb aller Heizzentralen später nicht nur für die Anschlussnehmer, sondern auch für die Gemeinden einen finanziellen Vorteil bringen. Die kommunale Trägerschaft lässt verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten zu – beispielsweise eine Genossenschaft – die dafür sorgen, dass die Wertschöpfung in der Region verbleibt.
Zielsetzung und Ambition.
Unsere 5 zentralen Ziele für alle drei Ortsgemeinden lauten daher:
1. Konstant günstige Energieversorgung zwischen 10-15 Cent/kWh für alle Endverbraucher
2. Vorlauftemperatur zwischen 70-80° C für alle angeschlossenen Haushalte und Abnehmer
3. Geringe Anschlusskosten und Baumaßnahmen für die einmalige Anschaffung
4. Vermeidung der Abhängigkeit von finanziell schwankenden Energieträgern wie Gas und Öl
5. CO2 neutrale und zukunftsorientierte Energieversorgung in den „Händen der
Ortsgemeinden“
Wie geht es weiter?
Uns liegt ein Konzept vor, welches sich in allen Orten wirtschaftlich umsetzen lässt. Darüber hinaus haben wir die benötigte Zusage, die uns einen wirtschaftlichen Ausbau des Netzes erlaubt. Das Gesamt-Konzept für alle Gemeinden basiert derzeit auf einem warmen Nahwärmenetz (Biomassekessel, Blockheizkraftwerk in Kombination mit Solarthermie). Dies stellt jedoch nur eine der vielen Möglichkeiten der Energiegewinnung dar, wie ein Nahwärmenetz befeuert werden kann. Daher dürfen wir uns vor Alternativen in Bezug auf den Energieträger keinesfalls verschließen. Alle innovativen Möglichkeiten, die uns die heutige Technik zur Verfügung stellt, werden in unserer Analyse und Entscheidungsfindung für die beste technische Lösung in Betracht gezogen. So wollen wir Abhängigkeiten vermeiden und eine ökonomisch langfristige und ökologisch nachhaltige Energiegewinnung anbieten. Bis die abschließende Entscheidung des Energieträgers getroffen ist, werden mobile Nahwärmecontainer oder andere alternative Übergangslösungen die Zeit und den anstehenden Heizbedarf überbrücken.
Vorverträge und Ausbau. Um den Ausbau weiter voranzutreiben und vor allem sicher planen zu können, werden in den kommenden Wochen verbindliche Vorverträge mit den Anschlussnehmern abgeschlossen. Sofern sich genug Haushalte anschließen, gehen wir aktuell davon aus, dass der Netzbau noch in diesem Jahr beginnt und die ersten Häuser bereist 2022 an Übergangsheizzentren angeschlossen werden können. Danach erfolgt der weitere Anschluss sukzessive in den kommenden drei Jahren.
Wie im letzten Bürgerbrief angesprochen fokussieren wir uns somit auf den Netzausbau,
sprich die Verlegung der Rohre. Im April startet der Kanalausbau in Mayschoß, der aktuell zwischen Mayschoß und Rech durchgeführt wird. Ist der Zeitpunkt des innerörtlichen Kanalbaus erreicht, müssen gleichzeitig die Wärmerohre in die Straße gelegt werden. Das ist dann der offizielle Startschuss für den Ausbau der Nahwärmenetze in den drei Gemeinden.
Zukunft Mittelahr AöR
Weitere Informationen sowie alle Neuigkeiten rund um das Projekt Nahwärme finden Bürgerinnen und Bürger unter www.zukunft-mittelahr.de


Bericht im Generalanzeiger vom 16.2.22

 

Nahwärmenetz

Info vom 10.Februar 2022

In Dernau wollen sich etwa 40% der Haushalte nach einer Umfrage dieser nachhaltigen Form des Heizens anschließen. Daraufhin haben wir Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen in Auftrag gegeben. Erste Ergebnisse liegen vor, weitere erwarten wir in den nächsten Wochen. Unser Ziel ist, Ende Februar 22 so weit zu sein, dass wir Entscheidungen treffen und konkrete Zahlen liefern können. Im Ortsteil Marienthal kann das Dorfwärmenetz schon bald an den Start gehen.

Wir befinden uns in Phase der Vorprojektierung und werden hierbei von unserer neu gegründeten Wiederaufbaugesellschaft „Zukunft Mittelahr AöR“ massiv unterstützt. Was sagen denn die ersten Ergebnisse? Die Machbarkeit ist gegeben und die Wirtschaftlichkeit lässt sich darstellen. Wir benötigen jedoch weitere Fördermittel oder Finanzierungsquellen über die bestehenden Regelungen hinaus. Hierzu finden derzeit viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Gremien statt. Wir sind weiterhin optimistisch.

Rundschreiben der AöR

Infos zum Nahwärmenetz in Dernau, Rech und Mayschoss
Februar 2022

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
die Befragungen in den drei Ortsgemeinden Dernau, Mayschoß und Rech haben gezeigt, dass das Interesse an einer klimafreundlichen und nachhaltigen Energiegewinnung groß ist. Das hat uns dazu bewogen, das Thema Nahwärme für die drei Ortsgemeinden in der Zukunft Mittelahr AöR anzupacken und einen gemeinsamen Ausbau eines Nahwärmenetzes anzustreben. Aufgrund einer Vielzahl an Rückfragen und dem Zeitdruck vieler Bürgerinnen und Bürger bis zur nächsten Heizperiode Sicherheit zu haben, möchten wir über den aktuellen Zwischenstand berichten und den Prozess möglichst transparent darstellen.
Wir befinden uns aktuell in Phase der Vorprojektierung und Strukturierung der Maßnahme. Denn eines ist klar: Schnellschüsse und unüberlegte Handlungen verbieten sich bei einem Projekt dieser Größenordnung. Die Errichtung eines Nahwärmenetzes ist nur dann sinnvoll, wenn die Bürgerinnen und Bürger einen echten Mehrwert davon haben. Dieser Mehrwert muss sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch einstellen. Nur wenn der Energiepreis eine echte Alternative zur herkömmlichen Wärmegewinnung darstellt, lässt sich das Projekt wirtschaftlich umsetzen.
Die Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnungen ist mit den Haushaltbefragungen in den einzelnen Orten im vergangenen Dezember bereits geschaffen worden. Auch, wenn uns bereits erste Ergebnisse der Berechnungen vorliegen, die die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Netze bestätigen, so warten wir aktuell auf die Ergebnisse weiterer Studien, um sicher sein zu können, dass sich die Nahwärmenetze ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich etablieren lassen. Darüber hinaus werden in den Studien auch verschiedene Energieträger und deren paralleler Einsatz betrachtet. So soll eine spätere Abhängigkeit von einem bestimmten Medium vermieden werden.
Mitte Februar erwarten wir die Ergebnisse weiterer Studien, die uns fundierte Informationen liefern werden. Klar ist bereits jetzt, dass wir weitere Fördermittel und Finanzierungsquellen benötigen, um eine wirtschaftliche Betreibung zu gewährleisten. Die Flut und die Ölschlammverseuchung haben uns gezeigt, wie wichtig die Energiewende ist. Der Umstieg auf eine klimafreundliche und hochwassersichere Energiegewinnung darf deshalb nicht an einer fehlenden Förderkulisse scheitern.
Um bei guten Voraussetzungen schnellstmöglich starten zu können, werden immer wieder Synergieeffekte mit anderen Gewerken geprüft. Zwar konnten beispielsweise mit der Verlegung des Glasfaserkabels aufgrund der unterschiedlichen Verlegetiefen leider keine Synergie geschaffen werden, doch zeigt sich, dass in verschiedenen Bereichen der Bundesstraße bei der Erneuerung des Kanals eine Nahwärmeleitung direkt mitverlegt werden kann und so Kosten eingespart werden können. Auch wenn wir dazu in der Lage sind, in manchen Bereichen Synergien zu schaffen, so ist klar, dass der Bau von Heizkraftwerken nicht in diesem Jahr erfolgen können wird, sondern wir uns auf die Verlegung der Leitungen fokussieren müssen. Anhand von Übergangslösungen, wie beispielsweise einem mobilen Nahwärmecontainer, werden wir uns hier die notwendige Zeit verschaffen, die Errichtung unserer Heizzentralen effizient zu planen und betreiben zu können.
Nachdem die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien ausgewertet sind, folgt zeitnah die nächste Bürgerinformation, in der wir dann Aussagen über die weitere Vorgehensweise machen können und auch einen Katalog mit den häufigsten Fragen zum Thema veröffentlichen wollen.
Ihre
 Zukunft Mittelahr AöR